Backhausen

Im Jahre 1810 verließ der junge Webergeselle Franz Backhausen sein Heimatland Deutschland und übersiedelte nach Wien, wo er schon bald die Meisterprüfung ablegte.

Gegründet 1849 in Wien Die Söhne von Franz Backhausen, Karl und Johann gründeten am 30.1. 1849 die Firma "Karl Backhausen & Co." und legten damit den Grundstein für eines der florierendsten Textilunternehmen Österreichs.

Goldmedaille in London Bei der Londoner Weltausstellung 1851 wurde Backhausen mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Im Jahre 1860 wurde die Firma in "Joh. Backhausen & Söhne" umbenannt. Diesen Namen trägt sie bis heute. Es folgte der Bezug einer neuen Verkaufszentrale (Heinrichshof, 1864) gegenüber der Wiener Staatsoper und die Errichtung der Fabrik im Waldviertel (1870).

Verleihung des Titels eines "k.u.k. Hoflieferanten" Ab 1869 übernahm die Firma Backhausen die textile Ausstattung einer Vielzahl von Repräsentationsbauten, wie z.B. die Wiener Staatsoper, das Wiener Rathaus, das Wiener Parlament oder das Wiener Burgtheater.

Aufgrund dieser außerordentlichen Leistungen und als Lieferant des Kaiserhauses, wird der Firma Backhausen 1888 der Titel eines "k.u.k. Hoflieferanten" verliehen.

Pionier des "Wiener Jugendstils"

Mut zu Neuem bewies die Familie Backhausen als man Anfang des 20. Jahrhunderts als Lieferant der"Wiener Werkstätte" ein Stück Firmengeschichte schrieb.

Ab dem Jahre 1895 schloß sich Backhausen den progressiven, künstlerischen Entwicklungen der Jahrhundertwende an.

Lieferant der "Wiener Werkstätte"

Als Lieferant der "Wiener Werkstätte" (1903) verwirklichte das Unternehmen nahezu sämtliche Entwürfe für Stoffe und Teppiche der bekannten Künstler, wie z.B.: Otto Wagner, Kolo Moser, Josef Hoffmann, Otto Prutscher und Dagobert Peche u.v.m.

Ende 2012 wurde das Familienunternehmen von der Hausbank in einer sogenannten hostile takeover übernommen.

Foto: Karolinsky-Archive